Schmuck Lexikon: Alle Fachbegriffe von A bis Z
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Wer sich mit Schmuck beschäftigt, stößt schnell auf Fachbegriffe, die im Alltag selten erklärt werden: Was genau ist eine Fassung, was bedeutet Karat wirklich, und worin unterscheidet sich eine Legierung von reinem Edelmetall? Dieses Schmuck Lexikon sammelt die wichtigsten Begriffe rund um Metalle, Steine und Verarbeitungstechniken an einem Ort – kurz, verständlich und ohne unnötigen Fachjargon. Ob Einsteiger oder erfahrene Schmuckliebhaberin: Hier finden Sie jeden Begriff schnell wieder, sortiert alphabetisch von A bis Z.
A
Anlaufen: Die natürliche Reaktion von Silber mit Schwefelverbindungen in der Luft, die zu einer dunklen, oft gräulichen Verfärbung führt. Regelmäßiges Tragen und trockene Aufbewahrung verlangsamen den Prozess.
Achat: Ein gebänderter Halbedelstein, der in vielen Farbvarianten vorkommt und traditionell dem Sternzeichen Zwillinge zugeordnet wird. In unserer Achat-Kollektion finden Sie mehrere Varianten dieses Steins.
B
Bicolor: Schmuck aus zwei unterschiedlichen Metallfarben, meist eine Kombination aus Gelb- und Weißgold oder Gold und Silber, oft eingesetzt, um zwei Materialwelten optisch zu verbinden.
Brillantschliff: Der klassische, rund geschliffene Diamantschliff mit charakteristischem Facettenmuster, der besonders viel Lichtreflexion und Glanz erzeugt. Er gilt bis heute als der bekannteste und am häufigsten verwendete Schliff überhaupt.
C
Carbon: Ein extrem leichtes, mattes Material aus Kohlenstofffasern, das häufig in Kombination mit Metallen für moderne Ringdesigns verwendet wird.
Chapado: Spanischer Fachbegriff für vergoldeten oder mit Edelmetall beschichteten Schmuck, gebräuchlich vor allem im spanischsprachigen Raum.
D
Diamant: Der härteste natürlich vorkommende Edelstein, bewertet nach den vier C: Carat (Gewicht), Cut (Schliff), Color (Farbe) und Clarity (Reinheit). Diese vier Kriterien gelten weltweit als Standard zur Einordnung von Diamantqualität.
E
Edelmetall: Ein Metall mit hoher chemischer Beständigkeit gegen Korrosion, dazu zählen unter anderem Gold, Silber und Platin.
Emaille: Eine glasartige, eingebrannte Farbschicht auf Metall, die für farbenfrohe, dauerhaft haltbare Designakzente auf Schmuck genutzt wird.
F
Facette: Eine geschliffene, flache Fläche an einem Edelstein, die für Lichtbrechung und Glanz sorgt. Je mehr präzise Facetten, desto stärker meist der Glanzeffekt.
Fassung: Die Konstruktion, die einen Edelstein im Schmuckstück hält, etwa als Krappenfassung mit einzelnen Metallkrallen oder als Zargenfassung mit umlaufendem Rand.
Feingehalt: Der Anteil an reinem Edelmetall in einer Legierung, angegeben in Promille oder Karat, etwa 925 für Sterlingsilber.
G
Gravur: Eine dauerhafte Beschriftung oder ein Motiv, das mechanisch oder per Laser in die Oberfläche eines Schmuckstücks eingearbeitet wird. Je nach Technik unterscheiden sich sowohl die Präzision als auch die Haltbarkeit des Ergebnisses deutlich.
H
Hallmark (Punzierung): Eine kleine, oft kaum sichtbare Prägung im Metall, die den Feingehalt und manchmal den Hersteller eines Schmuckstücks angibt.
I
Initial-Schmuck: Schmuck mit einem einzelnen Anfangsbuchstaben als Anhänger, meist dezenter gestaltet als ausgeschriebene Namensschmuckstücke.
K
Karat: Bei Edelmetallen ein Maß für den Feingehalt, etwa 18 Karat Gold mit 75 Prozent Goldanteil. Bei Edelsteinen bezeichnet Karat dagegen eine Gewichtseinheit von 0,2 Gramm.
Krappenfassung: Eine Fassungsart, bei der kleine Metallkrallen den Edelstein fixieren, während gleichzeitig viel Licht von der Seite an den Stein gelangt.
L
Lasergravur: Eine Gravurtechnik, bei der ein Laserstrahl Material dauerhaft verändert, ohne das Werkstück mechanisch zu berühren – besonders präzise und langlebig.
Legierung: Eine Mischung aus einem reinen Edelmetall mit weiteren Metallen, um Eigenschaften wie Härte, Farbe oder Preis gezielt zu verändern.
Lüster: Der charakteristische Glanz einer Perle, der durch die Qualität und Anzahl ihrer Perlmuttschichten entsteht.
M
Mohs-Härteskala: Eine Skala von 1 bis 10, die die Kratzfestigkeit von Materialien angibt. Wolfram erreicht beispielsweise einen Wert von 9, Silber nur 2,5. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist ein Material gegen alltägliche Kratzer.
N
Nano-Gravur: Eine besonders feine Gravurtechnik, mit der sich sogar Fotos in mikroskopischer Auflösung in kleine Projektionssteine einarbeiten lassen.
O
Opal: Ein Edelstein mit charakteristischem, farbig schillerndem Lichtspiel, das durch mikroskopisch feine Kieselsäurekügelchen im Inneren entsteht.
Oxidieren: Ein Verfahren, bei dem Silber gezielt geschwärzt wird, um Konturen und Details eines Designs optisch hervorzuheben.
P
Perlmutt: Die innere, glänzende Schicht von Muschelschalen, aus der auch Perlen aufgebaut werden – verantwortlich für den charakteristischen Perlenglanz.
Punzierung: Siehe Hallmark – die eingeprägte Kennzeichnung des Feingehalts in einem Schmuckstück.
R
Rhodinierung: Eine dünne Beschichtung mit Rhodium, die den Glanz von Silber- oder Weißgoldschmuck verstärkt und das Anlaufen verlangsamt.
S
Signature-Schmuck: Schmuck mit einem vollständig ausgeschriebenen Namen in Schreibschrift, im Gegensatz zum dezenteren Initial-Schmuck.
Sterlingsilber: Die gebräuchliche Bezeichnung für 925er Silber, eine Legierung aus 92,5 Prozent Feinsilber und 7,5 Prozent weiteren Metallen, meist Kupfer – dem Hauptmaterial unserer Silberring-Kollektion.
T
Tigerauge: Ein streifiger Halbedelstein mit seidigem, goldbraunem Schimmer, traditionell dem Sternzeichen Löwe zugeordnet und Teil unserer Tigerauge-Kollektion.
Türkis: Ein undurchsichtiger, meist blaugrüner Halbedelstein, der seit Jahrhunderten in vielen Kulturen als Schutzstein gilt und in unserer Türkis-Kollektion zu finden ist.
V
Vergoldung: Eine dünne Goldschicht auf einem anderen Metall, meist Silber, die optisch massives Gold nachbildet, sich aber mit der Zeit durch Abrieb abnutzen kann. Die Dicke dieser Schicht entscheidet maßgeblich darüber, wie lange der goldene Glanz erhalten bleibt.
Vermeil: Eine besonders hochwertige Form der Vergoldung mit einer Mindestschichtdicke auf Sterlingsilber, geregelt nach festen internationalen Standards.
Z
Zargenfassung: Eine Fassungsart, bei der ein umlaufender Metallrand den Edelstein vollständig umschließt und dabei besonders schützt.
Zirkon: Ein natürlich vorkommender Edelstein, der aufgrund seines Glanzes häufig mit dem künstlich hergestellten Zirkonia verwechselt wird, mit dem er chemisch nichts gemein hat. Unsere Zirkon-Kollektion zeigt seine Bandbreite.
Fazit
Wer die wichtigsten Fachbegriffe rund um Schmuck kennt, trifft beim Kauf deutlich bewusstere Entscheidungen – ob es um den Unterschied zwischen Vergoldung und Vermeil geht oder um die Frage, welche Fassung zu welchem Edelstein passt. Gerade beim Online-Kauf, wo sich ein Schmuckstück nicht in die Hand nehmen lässt, helfen diese Begriffe dabei, Produktbeschreibungen richtig einzuordnen und realistische Erwartungen an Material und Verarbeitung zu entwickeln.
Dieses Schmuck Lexikon wird laufend um weitere Begriffe ergänzt, sobald neue Fragen aus der Praxis dazukommen. Wer einen Begriff vermisst, ist herzlich eingeladen, ihn für eine zukünftige Aktualisierung vorzuschlagen.
In der Ringsilber-Kollektion finden Sie viele der hier erklärten Begriffe direkt in der Praxis wieder – von der Materialangabe bis zur passenden Fassung.
FAQ
Was bedeutet Karat bei Schmuck?
Karat gibt bei Edelmetallen den Feingehalt an, etwa 18 Karat Gold mit 75 Prozent Goldanteil. Bei Edelsteinen bezeichnet Karat dagegen eine Gewichtseinheit von 0,2 Gramm.
Was versteht man unter Rhodinierung?
Bei der Rhodinierung wird Schmuck mit einer dünnen Schicht Rhodium überzogen, um den Glanz zu verstärken und das natürliche Anlaufen von Silber zu verlangsamen.
Was ist eine Fassung bei einem Ring?
Die Fassung ist die Konstruktion, die einen Edelstein im Ring hält, etwa als Krappenfassung mit einzelnen Metallkrallen oder als Zargenfassung mit einem umlaufenden Metallrand.
Was bedeutet Legierung bei Schmuck?
Eine Legierung ist eine Mischung aus einem reinen Edelmetall mit weiteren Metallen, um Eigenschaften wie Härte, Farbe oder Preis gezielt zu verändern.